4. Mai 2026

Besuch von den Irrawaddy River Doctors

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Aung San Suu Kyi wird aus dem Gefängnis in den Hausarrest entlassen, Ihre Strafe verkürzt, berichten die offiziellen Medien in Myanmar. Ihr Sohn fordert wiederholt die Möglichkeit der Kontaktaufnahme mit seiner Mutter und einen Beweis, dass sie noch lebt, denn er ist überzeugt das Foto, welches die Behörden veröffentlichten, stammt aus dem Jahr 2022.

Diese Nachrichten erreichten uns während Su Su und Min Min, unsere beiden Leitungen der Irrawaddy River Doctors und des Mother Child Centers in Bogale gerade im Flugzeug auf dem Weg nach Deutschland waren. Bewegende Nachrichten, die an eine Zeit erinnern, als das Land sich öffnete und  eine Blütezeit von ca. 10 Jahren erleben durfte.

Eine Zeit, in der viele ehrenamtliche Einsatzteilnehmer der Artemed Stiftung an Bord der Polli mit dem Team vor Ort durch das Irrawaddy River Delta fahren konnten, um die zahlreichen Patientinnen und Patienten zu behandeln, gemeinsam mit dem burmesischen Fachpersonal medizinische Standards zu erarbeiteten und die Behandlungssituation, Diagnostik u.v.m. aufbauen konnten.

Wir freuen uns sehr, dass Su Su und Min Min für ein paar Tage unsere Gäste in Deutschland sein können, wir hier gemeinsam mit vielen Helfern und Unterstützern Fragen klären, Projektpläne schmieden und hoffentlich Probleme lösen können. Wie umgehen mit den dramatisch gestiegenen Kosten für den Kraftstoff, für die Lebenshaltung, Kosten die das Projekt deutlich verteuern. Gleichzeitig wird es schwieriger in Deutschland Menschen zu finden, die für Projekte in den Regionen spenden, die etwas außerhalb der ganz großen Krisengebiete liegen – in einer Zeit unzähliger Krisen weltweit und schwierigerer wirtschaftlicher Verhältnisse auch in Deutschland.

Heute konnten Su Su und Min Min endlich persönlich Rusty Miller kennenlernen, der als IT Spezialist ehrenamtlich zusammen mit seinem Sohn Max eine Patientenmanagement Software maßschneidert für die Bedürfnisse an Bord und im Mutter-Kind-Zentrum. Prof. Dr. Wolf Mutschler war ebenfalls live dabei und Dr. Michael Valet schaltete sich dankenswerterweise virtuell dazu. Beide sind Mitglied im ärztlichen Beratergremium für Myanmar und begleiten die beiden Ärzteschiffe MS Futura und Polli (wir berichteten) seit vielen Jahren medizinisch.

Am 6. Mai erzählen Su Su und Min Min im Benedictus Krankenhaus in Feldafing im Rahmen einer gemeinsamen Informations-Veranstaltung des Freundeskreises und der Artemed Stiftung über Ihr Leben und Ihre Arbeit unter einer Militärdiktatur. Wie sie es schaffen, die medizinischen Projekte für die notleidende Bevölkerung im Delta fortzuführen. (Wir berichteten)

Das Interesse ist groß und die maximale Teilnehmerzahl ist erreicht – wir werden im Nachgang über den Abend berichten.

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