23. September 2026

„Full House“ auf der Frühchen-Intensivstation

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Täglich werden zu früh geborene Babys in lebensbedrohlichen Zuständen, Frauen mit Risikoschwangerschaften und Geburten, die einen schlechten Verlauf genommen haben, an das St. Walburg’s Hospital in Nyangao, Tansania weitergeleitet – häufig sind es Notfälle, die in den kleinen Gesundheitseinrichtungen der Region nicht kompetent betreut werden können und daher an das Krankenhaus mit „Referral“ Status geschickt werden. Da die tansanische Regierung in zahlreichen Health Centers nicht nur Geburten, sondern auch Kaiserschnitte erlaubt, die fachliche Expertise dort jedoch oft fehlt, steigen die Zahlen der schweren Fälle, die in das Krankenhaus kommen.

Gestern erhielten wir obiges Foto von Dr. Kasoga, dem Chefarzt der Gynäkologie und Geburtshilfe, der zugleich ärztlicher Direktor des Krankenhauses ist, mit dem Kommentar: „Full house…8 premature babies, 2 term babies with RDS… in an ICU part designed for 4 babies🤔“

Die kleine Intensivstation für Babys – eher ein Teil eines Raumes –  ist in keinster Weise diesem Ansturm gewachsen. Bis zu 3.000 Geburten sind es jährlich. Im August konnten sich zwei Pädiater und Neonatologen, Dr. Torsten Uhlig und Prof. Dr. Roland Hentschel während ihres ehrenamtlichen Einsatzes persönlich von den großen Bedarfen an Ausstattung und Infrastruktur überzeugen, die notwendig sind, um das Leben von kleinen und großen Kindern zu retten. (Wir berichteten)

Anschaffungen für die Kinderintensivstation sind dringend nötig, ebenso wie gezielte Weiterbildung von Pflegekräften und Hebammen. Ein Um- und Neubau für die Geburtsstation, sowie die Kinderstation, Frühchenbetreuung in einer vollausgestatteten Neonatologie ist in Planung. Dank einer großen Förderung eines bedeutenden Teils der Kosten durch den Sternstunden e.V. kann zeitnah mit der Umsetzung begonnen werden. Wenn auch Sie dazu beitragen möchten, dieses Projekt finanziell zu unterstützen, kommen Sie gerne auf uns zu.

Für die Anschaffungen, die für die Übergangszeit dringend getätigt werden müssen, angefangen von Wärmebetten bis zu Beatmungsgeräten für Babys, freuen wir uns über jeden Beitrag. Da das Krankenhaus in einer der ärmsten Gegenden des Landes hauptsächlich Menschen ohne Krankenversicherung und ohne finanzielle Mittel behandelt, hilft jeder Euro, um diesen wichtigen Gesundheitsservice aufrecht zu erhalten. Mit einer kleinen Spende kann hier ein großer Beitrag geleistet werden, um das Leben von Müttern und Kindern zu retten.

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