31. Mai 2026

Kinderrecht auf Gesundheit?

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Am Internationalen Kindertag leiden vor allem die Kinder und die bedürftigen Menschen dramatisch unter der Situation in Bolivien. Seit 3 Wochen werden vor allem El Alto und das Zentrum von La Paz mit Straßensperren und Demonstrationen von verschiedenen Akteuren bestreikt und von der Außenwelt abgeschnitten, so dass das öffentliche Leben fast völlig zum Erliegen gekommen ist.

Durch die Blockaden und den knappen Kraftstoff stehen Privatautos, Taxen, Minibusse. Am Teleferico, der die einzige noch funktionierende Verbindung ist, stehen die Menschen mindestens 1 Stunde Schlange. die hellblaue Linie wurde von Randalierern zerstört und ist jetzt geschlossen. Der Müll wird in Teilen der Stadt nicht mehr abgeholt.

Viele Geschäfte sind geschlossen, vor den Lebensmittelgeschäften bilden sich lange Schlangen – Fleisch, Eier, teils Gemüse und viele andere Produkte fehlen in den Regalen, die Preise sind so hoch, dass die unzähligen Menschen, die in Armut leben, sich und ihre Familien kaum noch ernähren  können. Schule und Kita sind für die meisten Kinder nicht mehr erreichbar oder geschlossen.

Besonders kritisch ist die Lage in den Gefängnissen. Es gibt meist nur noch ein Reisgericht, zu wenig, um satt zu werden, die Preise für Lebensmittel im Gefängnis sind ebenfalls drastisch gestiegen, Familien und Freunde können aufgrund der Blockaden kein Essen oder Geld mehr bringen. Aus dem Frauengefängnis, in dem für die Kinder keine extra Essensration vorgesehen ist, erreichen unsere Koordinatorin verzweifelte Hilferufe. Ein humanitärer Korridor für essentielle Waren musste nach wenigen Metern aufgegeben werden.

Ganze 6 Stunden haben unsere Ambulanzen in der Schlange gewartet, um tanken zu können. Fast einen Arbeitstag haben sie investiert. Zum Glück durften sie volltanken! Auch die Medikamente werden knapp und wir hoffen dringend, dass sich die Situation bessert!

Die Street Doctors organisieren sich von Tag zu Tag, welche Plätze und Einrichtungen in der Nähe gefahrlos angefahren werden können. Das Team ist unendlich dankbar, dass ihr Gehalt von der Artemed Stiftung bezahlt wird und sie sicher sein können, dass sie es ausgezahlt bekommen – viele Unternehmen haben Zahlungen reduziert oder gestoppt.

Unsere medizinischen und pflegerischen Kolleg:innen geben ihr Bestes, um trotz allem, so vielen Kindern wie möglich Gesundheitsversorgung zu ermöglichen – ihr Recht auf Gesundheit zu erfüllen.

Jeder Euro, jede Spende hilft – wird zu einem Gesundheitsgeschenk! 30 Euro für ein Kind für ein ganzes Jahr.

 

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