21. Februar 2023

Elisabeth Kern verstärkt zum 1. März 2023 das Stiftungsteam

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Zum März bekommt die Artemed Stiftung mit Elisabeth Kern eine neue Mitarbeiterin. Nach ihrer Ausbildung zur Werbekauffrau und dem Studium der Öffentlichkeitsarbeit an der Bayerischen Akademie für Werbung zog es die Münchnerin, die ihre Schulzeit in England verbrachte, nach Australien. Sie studierte dort Germanistik und Anglistik und sammelte anschließend jahrelang Erfahrung als Englischlehrerin u.a. für Immigrant:innen und Geflüchtete. Während kürzerer Aufenthalte in Deutschland übernahm sie u.a. die Academy Leitung eines Münchner Medizintechnikunternehmens. Im März und April wird Elisabeth Kern Co-Geschäftsführerin an der Seite von Dr. Veronika Hofmann. Ab Mai wird sie die alleinige Leitung der Artemed Stiftung übernehmen. In einem Interview sprachen wir mit Elisabeth Kern über ihren bisherigen Lebensweg sowie ihre Zukunftsvorstellungen für die Artemed Stiftung.

 

Frau Kern, Sie waren nach Ihrem Abitur für ein Jahr in Israel. Was haben Sie daraus für ihr weiteres Leben mitgenommen?

Während meines Gap-Years in Israel, wurde ich zum ersten Mal nachhaltig eindrucksvoll damit konfrontiert, welch verheerende Auswirkungen politische Konflikte und religiöse Unstimmigkeiten auf die wirtschaftlichen Verhältnisse und somit die Lebensqualität ganzer Völker haben können. Diese Umstände im Hinterkopf, habe ich mein Leben immer danach ausgerichtet auf die Missstände der Gesellschaft aufmerksam zu machen. Weshalb ich an der Bayerischen Akademie für Werbung Öffentlichkeitsarbeit studierte. Egal in welchem Land oder für welches Unternehmen ich arbeitete, mir war es immer wichtig, die zu bedenken, die es schwer im Leben haben.

Ihr weiterer Lebensweg führte Sie nach Australien. Was haben Sie dort gemacht?

Ich war zunächst hauptsächlich als Leiterin Marketing/PR für ein Sportunternehmen tätig und machte gleichzeitig meinen Bachelor Germanistik, gefolgt von einem Master in englischer Sprachwissenschaft. Daraufhin begann ich meine Arbeit als Englischlehrerin und Coach für Immigrant:innen und Geflüchtete.

Inwieweit hat Sie Ihre Tätigkeit als Sprachlehrerin in Australien für Ihre Zeit bei der Artemed Stiftung vorbereitet?

Ich war in verschiedenen Stellen – auch ehrenamtlich – für viele Menschen, die aus ihrer Heimat geflüchtet sind zuständig. Ich war tief berührt von dem erschreckenden Leid, das viele dieser Menschen erlebt haben. Jedoch auch tief beeindruckt von ihrem Mut, ihrer Widerstandsfähigkeit und ihre ungetrübte Lebensfreude. Ob das nun die Leidtragenden der Konflikte im Sudan und Nigeria waren, die in Australien neue Hoffnung suchten, oder die Menschen, denen ein Entkommen aus den Favelas Brasiliens, den Villas Miseria Argentiniens und weiteren Armenvierteln Südamerikas gelungen war, um in Australien ein neues Leben beginnen zu können – die Geschichten dieser Menschen haben meine persönliche Lebenseinstellung geprägt und mich somit, auch wenn ich zu dieser Zeit noch nichts von meiner künftigen Arbeit für die Artemed Stiftung wusste, darauf vorbereitet mit offenem Herzen und einem hohen Maß an Empathie und Hilfsbereitschaft durchs Leben zu gehen.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

Die Perspektive, der Artemed Stiftung mit ganzem Einsatz zur Verfügung zu stehen, die wunderbaren Projekte zu unterstützen, sie auf nachhaltiges Wachstum bedacht zu leiten, macht mich stolz und glücklich. Ich kann es kaum erwarten, den Menschen zu begegnen, die gemeinsam mit der Artemed Stiftung engagiert und unermüdlich daran arbeiten, das Leben der Patient:innen in La Paz, Bolivien, Nyangao, Tansania und Bogale, Myanmar zu verbessern oder gar zu retten. Ich freue mich auf die erfüllende Aufgabe, von diesen Menschen zu lernen und mit ihnen tätig sein zu können.

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