Albinismus ist eine angeborene Stoffwechselerkrankung, bei der aufgrund von Gendefekten die Produktion des körpereigenen dunklen Farbstoffs Melanin gestört ist. Die Folge sind unnatürliche weiße Hautfarben. In Tansania kommt auf eine von 1429 Geburten ein Albino, eine viel höhere Rate als in jeder anderen Nation! (wir berichteten).
Auch in der Region Lindi, in der unser Partnerkrankenhaus St. Walburg’s Hospital liegt, gibt es einige dieser Fälle. Eine Aufklärung über mögliche Risiken der erhöhten Sonneneinstrahlung, sowie adäquate Sonnencreme und Sonnenschutz sind daher hier von höchster Bedeutung. Innerhalb unserer Zusammenarbeit mit dem Krankenhaus bemühen wir uns mit Präventionsmaßnahmen den Betroffenen so gut wie möglich zu helfen.
Im Rahmen des Community Health Projekts leistet unser Team auch regelmäßig Präventionsarbeit in der Primary School Nyangao, die sich in unmittelbarer Nähe des Hospitals befindet. Insgesamt 409 Schüler:innen in den Altersstufen von der Vorschule bis zur Jahrgangsstufe 7. Davon leben 53 Schüler:innen mit Beeinträchtigungen wie Blindheit, Taubheit und Albinismus in der Schule.
Diese Woche widmeten sich unsere tansanischen Kolleginnen Geni und Joan gemeinsam mit dem Schulleiter Mr. Charles speziell den Albino Kindern. Carla Finkenrath aus Kempen, die im Rahmen eines Einsatzes für die Artemed Stiftung zur Zeit vor Ort ist, hatte eine große Anzahl an hochwertigen – vor Ort unerschwinglichen – Sonnenschutzmitteln mitgebracht. Ein guter Anlass, um den Schüler:innen in Erinnerung zu rufen, wie wichtig die verschiedenen Schutzmaßnahmen für sie sind und wie sie mit Sonnencremes umgehen und sich wirksam gegen die Sonne schützen können. Auch alle weiteren Maßnahmen wie Kopfschutz, die Verwendung von Sonnenbrillen und Vermeidung direkter Sonneneinstrahlung wurden noch einmal thematisiert.

