3. August 2022

Ein halbes Jahr MCC

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Über ein halbes Jahr ist es her, dass die Türen des Mutter-Kind Zentrums (Mother – Child – Center, MCC) in Bogale öffneten. Seither ist bereits viel geschehen und wir können ein durchaus positives Fazit ziehen!

Nach einer langen Planungs- und Bauphase, unterbrochen und herausgezögert durch die Coronapandemie und die sehr kritische politische Situation in Myanmar, wurde im Januar 2022 das MCC eröffnet. Es soll der ländlichen Bevölkerung ein Zugang zur Schwangerschaftsvorsorge und Geburtshilfe ermöglichen und somit die Kinder- und Müttersterblichkeit in der Region senken. Darüber hinaus steht das MCC auch Kindern für medizinische Behandlungen und Vorsorgeuntersuchungen zur Verfügung; denn insbesondere bei Kleinkindern können durch regelmäßige Kontrollen, ähnlich den deutschen U- Untersuchungen im Kindesalter, Fehlentwicklungen und Erkrankungen dadurch frühzeitig erkannt und behandelt werden.

Bereits im ersten Monat wurde das MCC von knapp 30 Frauen aufgesucht. Seither stiegen die Besuche monatlich auf inzwischen knapp 180 (Juni 2022), was einer Versechsfachung seit Januar bedeutet. Bei den Patienten handelt es sich in erster Linie um Schwangere, die zur Vorsorgeuntersuchung und Entbindung kommen. Seit April nimmt nun auch die Anzahl der behandelten Kinder zu. Diese positive Entwicklung ist ein Indiz dafür, dass das Zentrum in der Bevölkerung immer bekannter wird und vor allen Dingen auch angenommen wird. Da unter den Einheimischen teilweise noch ein großes Misstrauen gegenüber der klinischen Medizin besteht, ist dieser Trend besonders erfreulich. Das Vertrauen in die traditionellen Heilmittel sowie Hausgeburten unter unhygienischen Bedingungen, endet leider zu häufig mit schwerwiegenden Folgen für Mutter und Kind.

Dank der guten Patientenerfassung durch die Leiterin des MCC Su Myat Ot (genannt SuSu), ist auch ersichtlich, dass viele der Frauen das MCC mehrfach vor der Entbindung aufsuchten und nach der Geburt auch zu Nachsorgeuntersuchungen erschienen sind. Gerade durch solche einfachen, routinemäßigen Kontrollen lassen sich Komplikationen während Schwangerschaft und Geburt oftmals vermeiden.

Besonders glücklich ist SuSu natürlich über die vielen Geburten: Bereits 18 kleinen Burmesinnen und Burmesen haben im MCC das Licht der Welt erblickt. Eine Zahl auf die man wirklich stolz sein kann.

Für das nächste halbe Jahr erhoffen wir uns eine noch detaillierte Aufschlüsselung der Besuchsgründe, um damit den Erfolg des Zentrums noch besser beurteilen zu können. Wir gehen davon aus, dass es weiterhin an Zulauf gewinnen wird, und in diesem Jahr noch viele weitere gesunde Kinder dort auf die Welt gebracht werden.

 

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