„Als der kleine Junge in die Klinik in Nyangao, Tansania gebracht wurde, war er erst wenige Stunden alt und doch hatte er bereits eine Odyssee hinter sich: Unter der Geburt in einem kleinen medizinischen Stützpunkt auf dem Land stellte sich eine Steißlage heraus. Der Kopf und die Arme blieben im mütterlichen Becken stecken, so dass ein Transport der Mutter in die nächstgelegene Klinik unausweichlich war. Dort angekommen war es für einen Kaiserschnitt zu spät. Nach mehreren Versuchen gelang schließlich die Entbindung. Das Neugeborene war jedoch in einem kritischen Zustand, der die Verlegung in die Kinderabteilung des St. Walburg’s Krankenhauses nötig machte. Bei der Aufnahme dort fand sich ein gebrochener Oberarm, das Neugeborene atmete nicht und der Herzschlag war zu langsam. Über mehr als 30 Minuten wurde der Junge mit Maske und Beatmungsbeutel beatmet, bevor er wieder anfing, ein wenig selbstständig zu atmen und die Augen öffnete. Die Atmung wurde danach mit Sauerstoff und Druckluft unterstützt, weil ein für Neugeborene geeignetes Beatmungsgerät fehlte.“

berichten Dr. Torsten Uhlig und Prof. Dr. Roland Hentschel, beide bis vor Kurzem Chefärzte der Neonatologie und Pädiatrie in Rosenheim und Freiburg. Sie kommen gerade von ihrem ersten Einsatz am St. Walburg’s Hospital in Nyangao, Tansania zurück.

Ihr Ziel war es, Dr. Benjamin, den allerersten Kinderarzt mit Facharztstudium am Krankenhaus – Stipendiat der Artemed Stiftung -, mit ihrer langjährigen Expertise zu unterstützen, Fragen zu klären und beratend wie aktiv zur Seite zu stehen. Ihr Aufenthalt war ein voller Erfolg: das tansanische Team verabschiedete Dr. Uhlig und Prof. Hentschel mit der Frage, wann sie wiederkämen, und beide Ärzte freuen sich auf die weitere Zusammenarbeit und eine nächste Projektreise, um die wichtige Abteilung der Kinderheilkunde und Neonatologie zu fördern. Angesichts von ca. 3.000 Geburten jährlich ein ganz besonders wichtiger Teil des Krankenhauses!

Jede sichere Geburt in der Klinik kostet ca. 26,- Euro – ein kleiner Betrag im Vergleich zu Deutschland. Danke für Ihre Spenden, damit mehr Kinder das Licht der Welt sicher und gesund erblicken können.

