17. August 2026

Erster ärztlicher Einsatz seit 2023 in Myanmar bei den Delta Docs

Unterstrich_grau

Es herrscht Monsun in Myanmar, als wir Ende Juli in Yangon landen. Dicke graue Wolken hängen über der Stadt und es regnet heftig. Ein Symbolbild für die Situation im Land? Ja und Nein. Ein großes „Ja“, wenn wir auf die aktuelle politische und wirtschaftliche Lage blicken und ein kleines „Nein“, wenn wir auf die Energie und die Zuversicht blicken, mit der zum Beispiel unsere burmesischen Teams ihren Alltag bewältigen.

Überwältigend war der Empfang von den Ärzt:innen, Pflegekräften sowie der Kapitäne und ihren „sailors“ im Hafen von Yangon, in dem die zwei Schiffe der „Delta Docs“ vertäut lagen. Ein sehr emotionaler Moment nach drei langen Jahren.

Wir, Dr. Gabriela Kronwitter-Loeff, Prof. Dr. Wolf Mutschler und Kathrin Brosowski, besichtigten im Anschluss die „Polli“ und die „MS Futura“, gingen gemeinsam in alle Behandlungsräume, testeten die medizinischen Geräte, um festzustellen, ob Ersatzteile oder gar neue benötigt werden. Ein EKG sollte zeitnah ausgetauscht werden, das Ultraschall Gerät der Irrawaddy River Doctors hat seine besten Zeiten hinter sich, es funktioniert jedoch soweit noch korrekt.

Beide Boote sind in jedem Bereich und in jeder Hinsicht gut in Schuss und gepflegt, die Solaranlagen funktionieren gut –  unter den klimatischen und räumlichen Bedingungen, der Korrosion durch Meerwasser wirklich große Klasse, Matrosen wie Nurses und Ärzte leisten hier eine tolle Arbeit.

Matrosen SD

„Refreshing training“ lautete das Motto des Banners, das in unserem Konferenzraum im Hotel Park Royal aufgehängt war, ganz im Einklang mit der in Medizin und Zahnmedizin weltweit formulierten Aufgabe einer lebenslangen Weiterbildung.

Drei intensive Tage mit „Trockentrainings“, Einführung des neuen Ultraschallgerätes, fachlichem Austausch zu Medikamenten und Labor-Tests, die an Bord möglich bzw. sinnvoll sind, sowie der Einführung eines Patientensystems haben den Kontakt und die Nähe zu unseren burmesischen Kolleg:innen gestärkt. Ihr positives und ernst gemeintes Feedback, dass sie mit einer neuen Motivation und Kraft zu ihren Patient:innen ins Irrawaddy River Delta zurückfahren und sich -trotz der großen Entfernung- eng mit uns in Deutschland verbunden fühlen, bedeutet uns viel!

Sogar die deutschen Zahnärztinnen haben wir digital dazu geholt:

Es hat uns darin bestätigt, dass jeder Cent, den wir seit 2015 investieren, um das Myanmar Projekt zu fördern, richtig ist und bei den Menschen ankommt – und Hilfe bedeutet.

 

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