„Vielen lieben Dank für diese wundervolle Veranstaltung gestern Abend. Es war ein runder Abend mit großer Gastfreundlichkeit, einer grandiosen Moderation, köstlichem Speis und Trank und vor allem mit unglaublich viel Herz dieses Projektes und wundervollen Menschen, das den gesamten Raum erfüllt hat! Danke Euch allen aus tiefstem Herzen, dass ich Gast sein durfte!“
“ … schön, dass uns Su Su und Min Min so eindrückliche Momente mitgebracht haben. Dadurch wurde die Wichtigkeit des Projektes besonders sichtbar.“
„Die Berichte der beiden Ärzte waren hervorragend…“

Wir sind überwältigt von zahlreichen sehr persönlichen und positiven mündlichen sowie schriftlichen Rückmeldungen zu unserem Burmesischem Abend. Am 6. Mai durften wir knapp 100 Gäste im Benedictus Krankenhaus Feldafing begrüßen zum alljährlichen Informationsabend der Artemed Stiftung und seines Freundeskreises – dieses Mal mit dem Fokus auf dem medizinischen Hilfsprojekt in Myanmar und mit drei ganz besonderen Gästen: nach acht Jahren dürfen wir Su Su und Min Min zusammen mit ihrer Tochter Angel wieder in Deutschland „Willkommen“ heißen.
Acht Jahre, die erst mit der Corona Pandemie und schließlich mit dem Militärputsch in 2021 und dem seither währenden Bürgerkrieg dieses wunderschöne Land, das erst wenige Jahre Öffnung, wirtschaftlichen Aufschwung und erste Schritte in Demokratie erleben durfte, um Jahrzehnte zurückgeworfen haben.
Acht Jahre, in denen die Bevölkerung wieder ihrer persönlichen Freiheit beraubt wurde, Not und Armut kontinuierlich zunehmen, die Gesundheitsversorgung staatlicherseits mehrheitlich zusammengebrochen ist.
Für Su Su und Min Min war dieser Abend und das Interview eine besondere Herausforderung. Vor so vielen Menschen zu sprechen und ihnen ein wenig von den Gedanken, Sorgen, täglichen Schwierigkeiten verständlich zu machen, die ihr Leben Tag und Nacht begleiten.
- Keine Nacht schlafen zu können aus Sorge, es könne den Mitarbeitenden der Irrawaddy River Doctors an Bord der Polli oder im Mutter-Kind-Zentrum in Bogale etwas zustoßen oder auch der eigenen Familie.
- Sich jeden Tag gegenüber den Behörden, Polizei, Militär zu verbiegen, jedes Wort auf die Waagschale legen zu müssen, um die Projekte nicht zu gefährden oder gar die Menschen.
- Jeden Tag um das Lebensnotwendige zu kämpfen: Diesel, Medikamente, Nahrungsmittel für die Mitarbeitenden, die drei Wochen am Stück auf dem Boot unter einfachsten Bedingungen leben und arbeiten. Michael Kneis, Mitglied der Artemed Konzerngeschäftsführung kennt Su Su und Min Min seit 2014 und begleitet das Projekt seit damals eng. Er machte in seinem Gespräch mit unseren beiden Leitungen deutlich, wie groß der Unterschied ist zwischen einem Leben in Freiheit bei uns und einem Leben in Angst und Unfreiheit in Myanmar – was die Tage hier in Deutschland für sie bedeuten!
Der Vortrag von Prof. Dr. med. Wolf Mutschler, der die Ärzteschiffe (MS Futura und Polli) seit 2010 fachlich mit zahlreichen Kolleg:innen unterstützt und betreut, veranschaulichte sowohl die für uns unvorstellbaren Rahmenbedingungen der Ärzte und Pflegekräfte sowie der Sailors an Bord, als auch die Lebensrealitäten der Landbevölkerung mit Bildern und Beispielen, Zahlen und Fakten, Fragen und Antworten so eindrücklich und mitreißend, dass das Publikum gebannt zuhörte.
Dr. Gabriela Kronwitter-Loeff nahm als Gynäkologin die Situation der Frauen, besonders der Schwangeren und der jungen Mütter in den Blick, die in den Dörfern im Delta – in einer Welt aus Wasser – kaum Zugang zu Geburtsvorsorge, zu einer sicheren, hygienischen Umgebung für die Geburt ihrer Kinder haben, geschweige denn zu Nachsorge oder gar Untersuchungen der Babys. Von einer würdevollen Behandlung ganz zu schweigen. Auch die Bilder aus ihren drei Projektreisen, in denen sie an Bord und im Mutter-Kind-Zentrum mitarbeitete, nahmen uns mit hinein ins Irrawaddy River Delta.
Wir bedanken uns bei allen, die diesen besonderen Abend ermöglicht haben! Den Referenten, den Teams des Benedictus Krankenhauses Feldafing – die organisatorisch, technisch und mit einem köstlichen, asiatischen Finger Food den Abend gestalteten – dem Freundeskreis und unseren zahlreichen Gästen für ihr Kommen und Interesse.
Prof. Mutschler betonte, dass unser Geld zu 100% im Projekt in Myanmar ankommt, und, dass durch unsere Spenden jedes Jahr mehreren Zehntausend Menschen Krankheit gelindert, Gesundheit und Würde geschenkt, immer wieder auch Leben gerettet werden.
Danke für Ihre Spenden!

