21. März 2025

Ohne Wasser kein Leben – keine Gesundheit

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Am heutigen Weltwassertag möchten wir Ihnen einen kleinen Einblick geben in die großen Herausforderungen, die die Wasserversorgung für das St. Walburg’s Hospital in Tansania bedeutet. Gutes Wasser in ausreichender Menge ist für das Krankenhaus essenziell. Es spielt eine entscheidende Rolle für die Hygiene, angefangen beim Händewaschen über die Sterilisation der medizinischen Geräte und die Reinigung der Räume; ganz zu Schweigen von dem großen Bedarf der Waschmaschinen. Gleichzeitig ist Wasser unerlässlich für die Versorgung der zahlreichen Angehörigen zum Kochen, für sanitäre Anlagen sowie für die Gartenanlage, die eine gesunde Ernährung der Patient:innen unterstützt.

Aktuell wird das Krankenhaus aus zwei unterschiedlichen Quellen versorgt:

  1. Dorfwasser aus Nyangao – Dieses Wasser weist eine so schlechte Qualität auf, dass die Keimbelastung die Messgrenzen überschreitet, wie Untersuchungen von Michael Deininger gezeigt haben. Zudem verursacht es mit 80 Cent pro Kubikmeter sehr hohe Kosten für das Krankenhaus.
  2. Eigene Brunnen – Das Krankenhaus verfügt über zwei eigene Brunnen, deren Wasser jedoch aufgrund des hohen Mineralgehalts für die Sterilisation kaum nutzbar ist (wir berichteten). Der Salzgehalt würde die medizinischen Instrumente rosten lassen, sodass ausschließlich das teure Dorfwasser für diesen Zweck genutzt werden kann. Zum Vergleich: Deutsche Krankenhäuser setzen nicht nur destilliertes, sondern sogar VE-Wasser (vollentsalztes Wasser) ein, das noch weniger Mineralien enthält.

Ein weiteres Problem stellt der bauliche Zustand der Krankenhausbrunnen dar. Die dort eingesetzten Pumpen werden dadurch schneller in Mitleidenschaft gezogen, und haben statt einer mehrjährigen Lebensdauer oft nur eine Betriebszeit von sechs Monaten, was unnötige zusätzliche Kosten verursacht. Daher müssen die bestehenden Brunnen dringend überbohrt oder ein neuer Brunnen gebohrt werden.

Auch im Hinblick auf den Masterplan für den Um- und Neubau des Krankenhauses ist die Verbesserung der Wasserinfrastruktur ein entscheidender Faktor für den langfristigen Erfolg. Für dieses Jahr sind noch wichtige Maßnahmen geplant, wie die Installation von Wasserzählern, um den Wasserverbrauch besser erfassen und steuern zu können. Umkehrosmose- und Ultrafiltrationsanlagen müssen angeschafft, sowie Über- oder Neubohrung der Brunnen in Angriff genommen werden. Ein Projekt mit hohem finanziellem Aufwand und ebenso hoher Dringlichkeit.

Mit Michael Deininger hat die Artemed Stiftung einen Partner mit umfassender Expertise an der Seite, der mit seinem ehrenamtlichen Engagement die Sicherstellung einer effizienten und nachhaltigen Wasserversorgung für das Krankenhaus maßgeblich vorantreibt und auch in diesem Jahr wieder selbst vor Ort tätig sein wird. Herzlichen Dank!

                                                                                             

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