14. September 2022

Hilfe für die Bekämpfung von Epidemien

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Aids, Tuberkulose und Malaria zählen zu den verbreitetsten Infektionskrankheiten weltweit:

  • 38 Millionen Menschen sind mit HIV infiziert. Ein Viertel der Infizierten erhalten keine Medikamente, weshalb jährlich immer noch über eine halbe Millionen Menschen daran sterben.
  • In den Malariagebieten erkranken pro Jahr ca. 200 Millionen Menschen, wovon über einer halben Million jährlich sterben. Etwa ein Drittel davon sind Kleinkinder.
  • Tuberkulose ist mit einer Sterblichkeit von 1,5 Millionen pro Jahr die Krankheit mit den meisten Todesfällen pro Jahr.

Die Beendigung die­ser Epidemien ist daher eines der globalen Nachhaltigkeitsziele, welche die UNO bis 2030 erreichen will. Ein wichtiges Instrument, um dieses Ziel zu erreichen, ist der Globale Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria (Global Fund to Fight Aids, Tuberculosis and Malaria, GFATM). Er wurde im Juni 2001 auf einer UN-Sondergeneralversammlung zu Aids gegründet. Sein Ziel ist es nationale Maßnahmen gegen diese drei Krankheiten zu finanzieren. Er stärkt somit die Eigenverantwortung der Regierungen und fördert die Mitwirkung der Zivilgesellschaft und der privaten Wirtschaft.

Nachdem in der Vergangenheit bereits gute Fortschritte im Kampf gegen diese Krankheiten zu verzeichnen waren, kam es durch die Corona-Epidemie zu erheblichen Rückschlägen. So ist zum Beispiel die Zahl der Todesfälle durch Tuberkulose das erste Mal nach 15 Jahren wieder gestiegen, und auch die Bemühungen HIV und Aids zu eliminieren, ist um Jahre zurückgeworfen worden. Um diese Rückschläge wieder aufzufangen, sind weitaus höhere finanzielle Unterstützungen nötig, als in den vergangenen Jahren.

Bundesentwicklungsministerin Svenja Schulze kündigte deshalb an: „Deutschland werde in den Jahren 2023 bis 2025 insgesamt 1,3 Milliarden Euro zum globalen Fonds gegen die drei Krankheiten beisteuern und damit 30 % mehr als zuletzt.“ Insgesamt werden dadurch für den Zeitraum von 2023 bis 2025 mindestens 18 Milliarden Dollar (18,1 Milliarden Euro) mobilisiert, damit die existierenden Programme des Fonds weitergeführt werden können.

Wir begrüßen diese Entscheidung natürlich sehr, und hoffen auch unseren Teil zu der Bekämpfung beitragen zu können.

Weitere Informationen finden Sie unter:

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