13. Juli 2022

Monatsbericht aus Tansania: Neuigkeiten rund um das St. Walburg`s Hospital

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Im St. Walburg`s Hospital im ländlichen Süden Tansanias werden jeden Monat tausende Patienten behandelt, die ansonsten keinen Zugang zu einer gesundheitlichen Versorgung hätten. Die Artemed Stiftung unterstützt das Krankenhaus dabei, diese wichtige Aufgabe zu erfüllen. Jeden Monat erhalten wir von der Krankenhausleitung einen ausführlichen Bericht über die Aktivitäten und die Entwicklung unserer Kooperation. Hier kommen die Informationen für den Monat Mai.

Patientenzahlen:

 

 

January 2022 February 2022 March 2022 April 2022 May 2022
OPD 8395 7468 8313 8977 6628
INPATIENT 768 581 679 623 551
Under-five 1514 1825 2135 2549 2374
Pregnant (ANC) 359 397 495 495 532
Theatres

(Major & Minor)

378 289 346 247 343
Physiotherapy 221 300 360 250 264

 

M.A.T.E.-Einsätze vor Ort:

Im Mai waren die beiden Ärztinnen Anna Borys und Annelie Siepmann bei einem medizinischen Einsatz vor Ort. Ihre Hauptaufgaben waren es sich intensiv mit der Hygienesituation vor Ort zu beschäftigen. Dabei lag der Schwerpunkt auf den beiden OP- Bereichen Chirurgie und Sektio, sowie der Prozessoptimierung bei der Instrumentenreinigung und Sterilisation. Gemeinsam mit den Partnern vor Ort wurden Schwachstellen der Hygiene analysiert, Maßnahmen zur Verbesserung beschlossen und teilweise direkt umgesetzt. Desweiteren wurde eine Schulung zur Reinigung Verpackungssterilisation und Lagerung von Instrumenten durchgeführt und schriftlich festgehalten.

Aus unseren Fachgruppen:

Erstmalig fand ein Online-Treffen mit dem neu gegründeten Gynäkologie Team der Artemed Stiftung statt. In zwei sehr produktiven Stunden wurden die Bedürfnisse und Ziele für das Krankenhaus in Tansania besprochen und Maßnahmen diskutiert.

Das Hygiene Team hat durch den Aufenthalt von Anna Borys und Annelie Siepmann wichtige Informationen über die Situation vor Ort bekommen. Diese lieferten zum einen die Basis einen Hygieneplan für das Krankenhaus aufzustellen und zum anderen ein Kooperationsprojekt (St. Walburg’s Hospital und Artemed Stiftung) mit Schwerpunkt Hygiene zu definieren.

Das Technik Team hat auch in diesem Monat weiter dafür gesorgt, dass die Infrastruktur im Krankenhaus am laufen bleibt, indem es als Support und Unterstützung zur Verfügung stand.

Infrastruktur und Anschaffungen:

Seit diesem Monat ist ein Pharmazeut bei der Klinik festangestellt, nachdem er während einer freiwilligen Mitarbeit in den letzten Monaten ein sehr gutes Talent und Arbeitsbereitschaft beweisen konnte. Durch seine Anstellung wird der pharmazeutische Dienst eine deutliche Verbesserung erfahren.

Es wurde außerdem ein ICT officer eingestellt, der für die Webseite das Krankenhauses zuständig ist und das Personal in Sachen IT weiterbildet.

Des weiteren konnte ein BOQ (Bureau of Quarantine) eingerichtet werden. Dadurch kann im Wartebereich und im Bereich der Blutabnahme ein hohes Patientenaufkommen entzerrt werden, was ein deutlich effizienteres Arbeiten ermöglicht. Auch die Privatsphäre der einzelnen Patienten ist dadurch besser gewährleistet.

Bei den Baumaßnahmen für die Wasserversorgung gab es im Mai weitere Herausforderungen zu bewältigen, da es bei einer Bohrlochtiefe von ca. 60 m durch starke Regenfälle zu Nachrutschungen von Sand und Matsch kam. Das Managementteam hat sich daraufhin dazu entschlossen, an einer anderen Stelle erneut ein Bohrloch zu graben. Die dadurch entstandenen Kosten werden dankenswerterweise vom Auftragsnehmer übernommen. Die Fertigstellung ist bis Ende Juni 2022 geplant.

Erfreulich ist auch, dass die Stromversorgung inzwischen fast einwandfrei läuft und der dieselbetriebene Generator kaum noch benutzt werden muss.

Community Health Projekt:

In den Monaten April und Mai konnten durch das Projekt in der Summe 575 Kinder in sieben Dörfern rund um Nyangao untersucht werden. Bei 65 Kindern wurde Unterernährung attestiert, bei 12 wurde eine Mangelernährung festgestellt.

435 Mütter von Kindern unter 5 Jahren wurden im Mai besucht, um sie über eine gesunde Ernährung zu informieren. Sie wurden außerdem über den Anbau und die Nutzung regionaler und saisonaler Obst- und Gemüsesorten unterrichtet. Während der Besuche konnten den Familien außerdem Hinweise zur einer besseren Hygiene und nachhaltigem Umgang mit Wasser gegeben werden. Dazu wurden unter anderem kleine Demonstrationen zum richtigen Händewaschen durchgeführt.

Im Mai konnte erstmalig auch nach Mnamba gefahren werden, um dort die Bevölkerung über das Projekt zu informieren, und ebenfalls Familien im Bereich richtige Ernährung zu schulen. Insgesamt wurden dort 67 Erziehungsberechtigte getroffen.

Sonstiges:

Nach langem Warten konnte dank der Hilfe durch Sr. Raphaela Händler ein Programm gestartet werden, mit dem die Schwangerschaftsvorsorge in der Region verbessert werden soll. Das Projekt basiert in erster Linie darauf, die Bevölkerung über Notwendigkeit und Möglichkeiten der Vorsorge zu informieren. Es wird erwartet, dass dadurch Komplikationen während der Schwangerschaft und der Geburt deutlich reduziert werden.

 

 

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